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24. / 25. / 26. Juli 2009 in Berlin |
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Presseberichte und TeilnehmerstimmenMach mit mir, was du willst! Bewegungslos beobachtete die Kamera diesen nackten Rücken. Er rührte sich nicht und lag voller Hingabe auf dem Boden. Makellos rein und zart wirkte diese Haut und schrie förmlich danach, dass ihre Unschuld zerstört würde. Die erste Nadel, die die nackte junge Frau über diesen Rücken gleiten ließ, berührte ihn fast zärtlich, ritzte die Haut nur ein klein wenig, so als ob sich Dornröschen aus Versehen in den Finger gestochen hätte. Ein kleiner Unfall, weiter nichts! ..... Christine Janson / xplore 2009 .... Schweiß läuft über die Wade der Dozentin. Ein Tropfen glitzert vorwitzig und leise, als ob er in ihre Haut schneiden und sie zugleich mit einem transparenten Filter umhüllen würde. Es ist sehr heiss im dritten Stockwerk von Schwelle 7, einer ehemaligen Fabrik, die verschiedenen Künstlern als Bühne und Atelier dient. Wir befinden uns in einem Workshop zu Latexfetischismus. Die Dozentin trägt ein wunderbares, hautenges, grünes Latexkleid. Die Luft ist schwül in diesen Nachmittagsstunden. Die Zeit scheint stillzustehen, gefroren in einer Mischung aus Gummi und Kunstharz. Es ist zwei Uhr. Ein Teilnehmer, ganz in eine Art schwarzem Sarkophag eingewickelt dient als Modell. Andere Teilnehmer machen sich Sorgen: Wird er ersticken ? Oder schmelzen ? Andere lachen nervös : sie ziehen es vor nicht zu nah dran zu sein um keine Spritzer abzubekommen, falls doch der Reissverschluss aufgeht. Ein Stockwerk tiefer zelebriert Felix Ruckert eine Performance unterstützt von drei jungen Frauen, die, an Ketten von der Decke hängend literweise Wasser einsaugen. Zur Musik der Gipsy Kings: Jobie Joba, Bamboleo oder La Bamba. Ich muss lächeln. In Frankreich würde niemand im Traum daran denken eine BDSM Performance mit der Musik der Zigeunerkönige zu untermalen. Aber der unprätentiöse Professionalismus der Performer gibt dieser musikalischen Wahl künstlerische Rückendeckung. .... Céline Robinet / xplore 2008 A petite, elegant German woman in flowing wrap-around Thai pants rises to her feet from the edge of the circle where the students are gathered. The warm sun rays, rare during this unusually cold Berlin summer, plays on her fine features. The students are poised, focused and freshly alert after a brief meditation. She spills the contents of a small bag onto the floor. Dozens of old fashioned wooden clothes pegs scatter about. The class on Pain Processing is about to begin. Mean time, in another room, two handsome gay men are leading a men's breath, pain and eroticism workshop. In another room, an Australian scholar, who's a heavy-playing switchy kinkster, leads a discussion on the eroticization of cultural trauma and internalized guilt. This is Berlin after all, so you can guess that it's a very, very heavy topic. As the song goes in the musical Cabaret… "All we ask is 'ein bißchen verständnis', a little understanding!" From Midori / xplore 2007 Die Jahre zuvor habe ich noch gezögert. Meine Neugier war jedoch durch Felix Ruckerts choreografische, SM-Elemente integrierende Arbeit bereits geweckt. Somit folgte ich Im Juli 2007 einem spontanen Impuls und machte mich kurz entschlossen nach Berlin auf, um xplore07, das von Ruckert und Caprice Dilba in vierter Auflage veranstaltete Symposium zur Kunst der Lust erstmalig zu besuchen. Ich schreibe ganz bewusst „besuchen“, der Gedanke an „Teilnahme“ schien mir anfangs zu gewagt. Denn vor allem ein Thema hatte mich beim Studium des Programmheftes angesprochen: Kulturelles Trauma. In Verbindung mit dem zweiten Weltkrieg und dem Holocaust. Erotische Praxis und tödliches Horrorszenario? Eine heftige Diskussion entbrennt sogleich am Kaffeetresen des Veranstaltungsortes schwelle7 als ich erwähne, dass ich mich ausgerechnet für diesen Workshop interessiere..... Bericht von Irmela Kästner zur xplore 2007 Der Eintritt in die Parallelwelt vollzieht sich leichter als gedacht. Wo anfangs Angst und Aufgeregtheit über das Unbekannte und Verbotene vorherrschen mag, verbreitet sich schnell eine vertrauensvolle Atmosphäre mit netten und unaufgeregt normalen Menschen. Fast könnte man es für einen Kaffeeklatsch mit den lieben Nachbarn im gemeinsamen Hof halten, würde man den Kontext ihres Zusammentreffens nicht kennen. Doch geht es um weit mehr als den netten unverfänglichen Plausch. Hier geht es um handfeste Körperlichkeiten, solcherart dass es einem Marquis de Sade helle Freude bereitet hätte. Bericht von Aslaug Magnusson Vom 23.7. bis zum 25.7. fand in Berlin ein ganz und gar außergewöhnliches Event statt. Caprice Dilba, Tanzfestival-Produzentin und Performerin, und der Choreograph Felix Ruckert, mit einer eigenen Tanzkompanie, riefen zu xplore04, einem Szenen übergreifenden Workshop-Event. Angesprochen fühlten sich BDSMer, Tanzinteressierte, Yoga und Tantra Adepten, ZaZen-Meditierer und Menschen, deren sex. Horizonte geöffnet sind für Themen von 'Analen Vergnügen für Anfänger u Fortgeschrittene' bis hin zu 'Sinnliches Spielzeug'...... Bericht von Sato in den SCHLAGZEILEN Xtreme Sinnlichkeit Rituelle Fußwaschungen und japanische Hängebondage auf der Xplore04 in Berlin Vom Spannungsfeld zwischen den Polen Schmerz und Lust haben sich Menschen zu allen Zeiten faszinieren lassen. Wer schon einmal vor dem Rubens Gemälde "Das Martyrium des heiligen Ignatius" gestanden hat, wird sich an das entrückte Gesicht des Heiligen erinnern: Trotz oder vielleicht sogar wegen der höllischen Qualen, die er zu erleiden hat, scheint Ignatius ekstatisch verzückt. Auf der Xplore04 huldigte Berlin in diesem Sommer der modernen Variante des uralten Mysteriums. Christine Janson hat sich in der Landeshauptstadt von Extremerotik fesseln lassen..... connecion spezial VI/04 Village Voice, New York v. Tristan Taormino... Does sex have a universal language? Does it everywhere embody the same strange combination of sacredness and shame as it does in America? Does it wield the same power throughout the world? Does the way it's taught and learned transcend nationality, culture, and place? I pondered these questions as I traveled to Berlin to teach at an event called Xplore 04 (xplore04.de). One of the things that immediately intrigued me about the three-day conference was the producers' plan to offer classes on BDSM, sex, ritual, and spirituality.... Although I had a busy teaching schedule, I was eager to attend classes as well. ... I've attended lectures and demonstrations on foot fetishes and foot worship, but I've never experienced anything like "fussfolter" (which translates to "foot torture"). Presenter Delta RA'i had students pair off and lie down facing one another; then he instructed us to each grab the foot of our partner. Everyone got right down to it; no one turned their nose up at the idea that they'd be experimenting with foot torture from both the giving and receiving ends. (In American leather culture, people are so invested in being tops or bottoms that they're often unable to check their egos at the door to have an experience like this one.) We went through a series of sensations, from stroking and scratching to tickling and spanking. He showed us secret spots on the toes and feet that are extremely sensitive to pressure or pinching, and of course explained where it's safe to hit the feet and where it's not. I'm already a pedi-fetishist who loves having my feet played with, but this definitely took one of my kinks to the next level; I only wish I could have attended Delta's foot-washing ritual (feetwash.de)!... Village Voice, New York, August 2004 Öffentliche Förderung für Sex-Workshops ...Doch nicht der Inhalt schockierte den Rechtsanwalt Jan-Nicolas Steinpilz, der das Heft in der Auslage gefunden hatte, sondern vielmehr der Absender auf der letzten Seite. ...Die Organisatoren, ... bedanken sich dort über die freundliche Unterstützung der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur. "Für die Schulbücher meines Sohnes gibt es kein Geld mehr, aber für solche Workshops", ärgert sich der Anwalt. ... Berliner Morgenpost, 14.08.2004 und Die Welt 14.08.2004 Staatsknete für Fesselspiele? Zu den Pornografievorwürfen gegen den Choreografen Felix Ruckert ...Ruckert ist, nach Sasha Waltz, der Berliner Choreograf mit den meisten Aufführungen und den meisten Gastspielen - nur ist das in Berlin bislang nicht so recht ins öffentliche Bewusstsein gedrungen.... Das hat sich gerade geändert - allerdings nicht in der Weise, an die Ruckert gedacht haben dürfte. Seit einer Woche steht er fast täglich in der Bild-Zeitung. Von Skandal ist die Rede, von perversen Fessel-Spielen, Fußfolter und Nadel-Qualen, die der "Sex-Künstler Ruckert" mit Steuergeldern finanziere. Man las Titel wie "Da platzt einem doch der Knoten: Fesselsex-Künstler bekommt noch einmal 150 000 Euro vom Senat". ... ... Für Manfred Fischer, in der Kulturverwaltung zuständig für Projektförderung und Stipendien, ist die Kulturverwaltung keine Zensurbehörde, sie wolle sich vom Boulevard nicht aufhetzen lassen. ... Felix Ruckert ist ein ernst zu nehmender, anerkannter Künstler. Sollte er seine Förderung ob des Skandals verlieren: Es wäre ein Sieg für den Boulevard und eine Niederlage für die Kunst. Berliner Zeitung, 21.08.2004 Flügel und Fesseln Eine ABREGUNG ...Tanzszene und Workshop-Wesen gehörten schon immer zusammen wie Henne und Ei. Man weiß nie, was zuerst da war. Das Problem bei Felix Ruckert liegt nicht in der Gleichsetzung von Tanz und Körper mit Sex und Lust (nichts dagegen!). Vielmehr scheint er Senatsmittel (es soll sich um 10 000 Euro handeln) für eine kommerzielle esoterische Session mit Tantra-Gurus und internationalen G-Punkt-Spezialisten benutzt zu haben. Jetzt muss er der Kulturverwaltung den kleinen Unterschied erklären, weil sich die Boulevardpresse und Oppositionspolitiker mächtig über die Geschichte erregt haben.... Der Tagesspiegel, 23.08.2004 Feedback | |
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(über die xplore06)
Bereits zum dritten Mal habe ich diese Veranstaltung besucht. Das erste Mal bin ich hingegangen, um neues über BDSM zu erfahren und andere Leute kennenzulernen, die die gleichen Neigungen haben wie ich. Auswählen konnte man aus über 40 Workshops von der "weiblichen Vulva" bis zu "Spielen mit Seilen" war für jeden etwas dabei. Daran hat sich auch in den Folgejahren nichts geändert. Das Konzept ermöglicht es die Workshops zu besuchen, die einen wirklich interessieren. Wer einmal "Pause" macht, kann sich mit anderen Menschen treffen. Auch in diesem Jahr war die Atmosphäre wieder super. Es gab Workshops für jeden Geschmack (mich persönlich hatte der Shibari-Workshop am meisten gereizt) und ich bin voll auf meine Kosten gekommen. Es ist erstaunlich und toll, dass die Veranstalter es immer wieder schaffen, Themen neu darzustellen und Leiter engagiert, die wirklich gut sind. Für mich sind die Workshops mit Paula Rosengarthen immer ein Gewinn und großer Genuss. Eine Entdeckung war der Workshop "Überwältigungsspiele" mit Frank T. Dabei klärte sich auch ein alter Thread, der mal hier in der SZ lief. Nicht vergessen möchte ich Delta RA'I der zeigte, das Flag keine statische Angelegenheit bleiben muss, sondern sehr viel Dynamik entwickeln kann. Ein Highlight bildete dieses Jahr die Performance-Nacht, die in der ersten Hälfte ein Flag-SM-Tanz-Performance zeigte und im zweiten Teil drei gleichzeitige Bondageperformances, die sehr unterschiedliche Stile zeigte. Für mich ein Sahnehäubchen ist immer die Gelegenheit, auf dem Gelände zu relaxen und anderen Menschen kennen zu lernen, "alte Bekannte" wieder zu treffen und sich auszutauschen. Zum Abschluss gab es im Insomnia eine große Abschlußparty, die sich kaum jemand entgehen ließ. Da bleibt einfach nur ein herzliches Danke an die Veranstalter und die Hoffnung, das im kommenden Jahr wieder ein Xplore stattfindet. | |
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...mit einigem Erstaunen habe ich Kenntnis
über ihre beiden Artikel vom 14.08. "Riesenwirbel um
Sex-Workshops" und 16.08. "Der Skandal um öffentliche
Fördergelder für Sexprojekte - alles noch schlimmer"
erhalten. Ich promoviere derzeit an der Freien Universität Berlin
im Fachbereich Theaterwissenschaften über Theater-Inszenierungen,
die mit Motiven aus dem Bereich Sadomasochismus arbeiten, sowohl
über konventionelle ("Die Entführung aus dem Serail" an der
Komischen Oper ist ein gutes Beispiel hierfür) als auch über
subkulturelle Performances bzw. moderne und gemeinhin künstlerisch
längst etablierte Performance-Künstler aus dem Randbereich
der Subkultur (Ron Athey, Bob Flanagan). Brief einer Teilnehmerin an die BILD-Zeitung | |
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Sehr geehrte BZ-Redaktion, meine herzlichsten Glückwünsche zu Ihrem "Skandal-Artikel über das xplore04-Wochenende! Das ist schön, denn so haben doch alle etwas davon: Nicht nur die TeilnehmerInnen konnten neue Erfahrungen machen, sondern auch jene Menschen, die sich nie auf eine solche Veranstaltung trauen würden, können sich nun ersatzweise Ihre Skandalartikel reinziehen, sich nach außen empört geben und sich zu Hause gemütlich einen drauf runterholen. Das kommt doch sicher tendenziell besser als die Pin-Up-Bildchen, mit denen Sie ansonsten Ihre gefühlsverarmte Leserschaft zu bedienen versuchen, und die Anbieter thematisch passender 0190-Nummern, die praktischerweise auch in Ihrem Heft zu finden sind, freuen sich über die kostenlose Werbung. Was will man denn mehr! Alle sind zufrieden. Hochachtungsvoll, | |
Hallo, Caprice, danke für das Mail. Ich bin echt sprachlos! Ich meine, uns hat man ja gerade in der Schule Kindesmissbrauch vorgeworfen, von Seiten der Klassenlehrerin unseres Sohnes, wegen unserer SM-Seite, von daher sollte mich gar nichts mehr überraschen. Wir würden gerne über die Bild- und BZ-Hetzerei einen Artikel mit etwas mehr Informationen veröffentlichen, wenn ihr einverstanden seid. Euch auf jeden Fall alles Gute - und lasst euch nicht unterkriegen! Liebe Grüße | |
Leserinnenbrief zum Artikel „Perverse Fesselspiele“ Ich bin nicht pervers sondern auf der Suche nach einer erfüllten und intensiv gelebten Sexualität... das Spiel mit Dominanz und Unterwerfung gehört dazu, es hat viel mit Hingabe zu tun. Ich habe meine heimlichen SM-Phantasien aus moralischen, ängstlichen und emanzipierten Gründen immer wieder abgespalten und damit verleugnet – trotzdem spürte ich in regelmäßigen Abständen die Sehnsucht, mich darin zu erleben und auszuprobieren. Chats und Clubs kamen als Einstieg für mich nicht in Frage, ich wünschte und erträumte mir einen Workshop zum Kennen lernen und fand die Info der XPLORE 4! Die Bandbreite der Angebote zum Thema: Sinnliche Extreme und extreme Sinnlichkeit in ihrer Mischung aus Information und praktischen Übungen in einer sorgfältig gehaltenen Atmosphäre von Akzeptanz, Zuwendung, Kreativität und Eigenverantwortlichkeit war einfach gut. Eine wichtige Erkenntnis möchte ich konkret benennen: Mich faszinieren die klaren Verträge, d. h. ich darf und muss konkret benennen, was ich erleben und fühlen möchte und vereinbare ein Codewort für mein persönliches STOP und meine Grenzen... und übernehme damit Verantwortung für mein eigenes sinnliches Erleben (statt der oft erlebten Missverständnisse und Schuldzuweisungen) und das finde ich zutiefst emanzipiert. Ich war sehr dankbar für dieses Angebot! | |
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Sehr geehrter Herr Ruckert, ich möchte mich bei Ihnen noch einmal persönlich bedanken für die gelungene Veranstaltung der Xplore04. Diese ungewöhnliche "Kunst der Lust" hat mich tief beeindruckt. Ich bin Schriftstellerin, habe Germanistik und Kunstgeschichte studiert und fühle mich sehr inspiriert durch Ihren innovativen Ansatz, der Sinnlichkeit, Sexualität und Kunst miteinander verbindet. Vor allem die ungewöhnliche Performance der erotischen Fesselung von Matthias Grimme war sehr bewegend und hat mich zu vielen Diskussionen über Kunst, Lust und Sexualität angeregt. Kunst lebt davon, dass Sie Grenzen überschreitet und gesellschaftliche Konventionen in Frage stellt. Unsere Vorstellung von Kunst darf nicht statisch bleiben, sondern muss sich flexibel verändern können - auch wenn das zunächst auf Protest und Unverständnis stößt. Die öffentliche Diskussion, die im Augenblick durch den Artikel der BILD Zeitung ausgelöst wurde, ist ein Zeichen für den Erfolg der Xplore04. Ein Künstler, der es schafft, in unserer von äußeren Reizen überfluteten Gesellschaft eine öffentliche Diskussion auszulösen, hat seine Aufgabe voll erfüllt! | |
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.....Xplore hat das Thema Sexualität und insbesondere das Umfeld des Themas Sexualität ausgeleuchtet. Es hat den Rahmen für Performances, auch z.B. für Workshops mit SM-Andeutungen geschaffen. Xplore war eine wirkliche Herausforderung, wo man sich z.B. auch mit dem Thema Sexualität und Macht konfrontieren konnte, wenn man es denn wollte. Erstaunlich war für mich, dass die ganze Veranstaltung in keiner Weise pornographisch war, dass ihr das Schmierige fehlte, das einem sofort entgegenschlägt, sobald man in die Nähe irgendwelcher Rotlichtviertel oder Porno-Läden kommt. Die Besucher konnten in einem geschützten Rahmen Blicke erheischen einer Welt, die für die meisten, mich eingeschlossen, sonst sicherlich völlig verschlossen ist. Grade dieser geschützte Rahmen lässt mich Parallelen ziehen zu Besuchen in Museen mit moderner Kunst, wo die Künstler versuchen, den Besuchern diese Blicke zu ermöglichen, und die Besucher auch diese neuen Blicke, inspirativen Anregungen und die Auseinandersetzung mit den Gefühlen und Gedanken, die damit zu tun haben, suchen....... | |
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.....Weitgehend wurde der Workshop-Charakter hervorragend realisiert. Ich picke mal ein Bild heraus, das vielleicht einen konkreten Eindruck wiedergibt: Stellt Euch den Workshop "Flagellation" vor. In dem etwa 10 x 30m großen Tanzsaal mit weißem Tanzboden, großen sonnendurchfluteten Fenstern dreschen ca. 40 Menschen spärlich bekleidet in Kleingruppen nach Besichtigung verschiedener Peitschen und Gerten fröhlich und äußerst experimentierfreudig aufeinander ein. Die einen versiert, präzise und mit Timing, die anderen vorsichtig, unsicher, aber mit Mut. Der ganze Raum ist erfüllt von klatschenden Lauten, Stimmengewirr und vor allem - Lachen! Wohlgemerkt, das Ganze war keine Session, sondern ein Workshop, in dem in erster Linie ausprobiert und zum Teil allererste Erfahrungen gesammelt wurden. | |
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„ich wollte es nicht versäumen Euch zu Eurer Veranstaltung zu gratulieren! Alles in allem, auch sehr anstrengend, aber für Euch vielleicht viel mehr, für mich sinnvoller und gewinnbringender als die letzten 10 Feten zusammen. Viel Nachdenkliches ist bei mir entstanden und besonders schön fand ich dann wirklich, dass da mal Leute aus verschiedenen Szenen zusammengefunden haben und bei der Fete auch zusammen Spaß hatten! Auch für relativ erfahrene Menschen ist dann doch wirklich noch das eine oder andere an Neuem herausgesprungen Würde mich freuen, wenn es mal wieder so eine Veranstaltung gibt!“ | |
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Es war wohltuend unauffällig und perfekt organisiert und strukturiert, was den Rahmen sicher machte. Die Workshop-LeiterInnen waren vorbildlich zugewandt im liebevoll respektvollen Kontakt und die Chance soviel Erklärung zu bekommen und teilweise auch spüren zu können (damit es endlich aus dem Kopf in den Körper kommt) ist genial und entsprach total meinem erträumten Wunsch-Einstieg. Danke. Man sollte solche Veranstaltungen durch öffentliche Gelder unterstützen, weil: Vorurteile und Missbrauch abgebaut werden.“ | |
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Die Zusammenkunft und der Austausch verschiedener Sexworker und Menschen unterschiedlicher sexueller Vorlieben sind sehr inspirierend, großartig, grenzerweiternd, interessant und verbindend. Habe eine Atmosphäre der Toleranz wahrgenommen und genossen. Die Gespräche nebenbei sind zentral. ...Vielen Danke für Euren Einsatz, für die Ermöglichung neuer Erfahrungen und Grenzerweiterungen! Man sollte solche Veranstaltungen durch öffentliche Gelder unterstützen, weil: Es an der zeit ist, die sexuelle Energie als zentrale Quelle der Lebensenergie voll anzuerkennen und zu bejahen und den Wissens- und Erfahrungsaustausch diesbezüglich zu unterstützen | |
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Total spannende Workshops, man kam leicht ins Gespräch mit vielen unterschiedlichen Menschen. Ich habe die Performances genossen und neue Interessen entdeckt. Service und Organisation waren super. Problem: zu viele spannende Sachen gleichzeitig, man kann sich nicht entscheiden wo man hingehen soll. | |
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Wie könnte so was regelmäßig stattfinden? Die Mischung aus Tanz, Sexualität, fühlen, Austausch, Kennen lernen gefällt mir super! Man sollte solche Veranstaltungen durch öffentliche Gelder unterstützen, weil: Demokratie braucht mündige Menschen. Mündig wird man durch Denken + Fühlen! Unterdrücktes Fühlen, unterdrücktes Denken, unterdrückte Lust machen unmündig! | |
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Wahnsinn der Gefühle, vielseitig, gute Atmosphäre, warm, intensiv, schön. Es fehlten Kuschelecken. Man sollte solche Veranstaltungen durch öffentliche Gelder unterstützen, weil: Viele Menschen über diese Themen praktisch wie theoretisch informiert werden sollten. |